"Eine kleine Sehnsucht"

 

Lieder und Chansons über unterschiedliche Sehnsüchte in fünf Sprachen

Viola Robakowski (Gesang, Schauspiel), Gustavo Strauß (Violine), Maryna Dorf (Klavier)

 

So unterschiedlich die Sehnsüchte, Leidenschaften und Wünsche der Menschen, so verschieden sind auch die Chansons und Lieder, welche das Leben schreibt. Das Programm der MusikerInnen führt von den zeitlos schönen Chansons der 20er und 30er Jahre, über witzige Kabarett-Nummern und argentinische Tangos, bis hin zu sehnsüchtigen Jazzstandards und modernen Chansons. Da werden Hymnen an die Liebe gesungen, die Verrücktheit gepriesen und darüber nachgedacht, was passiert, „wenn ick mal tot bin“. So erzählen die Lieder -mal lustig, mal melancholisch oder sozialkritisch- von der Suche nach Glück und Liebe. Spannend, tiefgründig und wunderschön!

Lassen Sie sich von drei jungen VollblutmusikerInnen in die Welt der Chansons entführen und mitnehmen auf die Reise vom Suchen oder Finden der Liebe.

Presseartikel: Neumarkter Nachrichten, 25.01.2010

Gelungene "Vertretung"

 

Neumarkter Nachrichten:

Nürnberger Trio verzauberte das Kneipenbühnen-Publikum mit Liedern, Chansons und Songs: deutschen, französischen, englischen, spanischen und jiddischen.

Unter dem Motto "Eine kleine Sehnsucht" forderten Sängerin Viola Robakowski, Pianistin Maryna Dorf und Geiger Gustavo Strauß zum Träumen, Schmunzeln und Genießen auf. Dieser Einladung folgten die zahlreichen Zuhörer gern, denn bei den drei hochprofessionellen Musikern, allesamt Studenten der Nürnberger Hochschule für Musik, paarte sich großes handwerkliches Können mit charmanter Präsentation, lockere Conférence mit gediegener Musikauswahl.

Im Zentrum standen - wie das Motto schon vermuten ließ - witzige Friedrich Hollaender-Interpretationen aus den 30er Jahren wie "Die Notbremse", oder "Wenn ick ma tot bin", sinnliche schöne Texte wie "Zärtliche Epistel" von Mascha Kaléko, verrucht-Laszives wie "Der Novak lässt mich nicht verkommen" der Wiener Kabarettistin Cissy Kraner und deren hinreißend komisches "Ich wünsch mir zum Geburtstag einen Vorderzahn", bei der die sympathische Viola auch noch schauspielerisches Talent bewies.

Einer der Höhepunkte allerdings war der enorm schwierige Song der Seeräuberjenny aus Brechts Dreigroschenoper; er wurde bravourös auf hohem Niveau bewältigt. Die wunderbare Kurt-Weill-Musik ging nahtlos über in eine Instrumentalversion von Guy Marchands "Moi je suis tango" (1975), zauberhaft interpretiert auf Klavier und Violine: von Geiger Gustavo Strauß mit großem Ton und Maryna Dorf mit ausdrucksvollem Spiel auf dem Oberweilinger Kneipenpiano.